PROPHYLAXE & THERAPIE

ENTSTEHUNG & RISIKEN

Entstehung von Thrombose & Embolie

Unter einer Thrombose versteht man eine lokalisierte, intravasale Blutgerinnung, die zur Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) im Kreislaufsystem führt. Ihre Entstehung ist auf Veränderungen der Gefäßwände, des Blutstroms sowie der Blutzusammensetzung, die zusammen auch als Virchow-Trias bezeichnet werden, zurückzuführen. Dabei unterscheidet man zwischen einer venösen und einer arteriellen Thrombose. Während Letzterer meist eine pathologisch veränderte Gefäßinnenwand, vor allem im Bereich von Intimaschäden oder atherosklerotischen Plaques, zugrunde liegt, kann die venöse Thrombose vielfältige Ursachen haben. Dazu zählen neben Immobilisierung, internistischen Erkrankungen, angeborenen oder erworbenen Veränderungen von Gerinnungsfaktoren unter anderem auch hormonelle Veränderungen in Schwangerschaft und Wechseljahren sowie bestimmte Medikamente, Verletzungen oder Störungen der Blutbildung. Wenn ein Thrombus den Blutstrom ganz oder teilweise blockiert oder sich löst und als Embolus in andere Regionen des Blutkreislaufs gelangt, kann es zu gefährlichen Komplikationen wie Lungenembolie, Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Ein so entstandener Gefäßverschluss wird als Thromboembolie bezeichnet. Um die Entstehung einer Thrombose zu verhindern wird bei entsprechender Indikation sowie generell bei allen größeren operativen Eingriffen eine Thromboseprophylaxe eingesetzt.

Gerinnungssystem

Das Gerinnungssystem befindet sich in einem gut austarierten Gleichgewicht zwischen Gerinnung (Koagulation) und Gerinnungshemmung (Antikoagulation). Nach Verletzungen kommt es zu einer örtlich und zeitlich begrenzten physiologischen Verschiebung in Richtung Koagulation und damit zur Blutstillung (= Hämostase).
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Pathophysiologie venöser Thromboembolien – Virchow-Trias

Zur Entstehung venöser Thromboembolien kommt es immer dann, wenn im Blut das dynamische Gleichgewicht zwischen Gerinnung und Gerinnungshemmung gestört ist und das Blut am falschen Ort gerinnt.
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Risikoabschätzung der venösen Thromboembolie (VTE)

Die Häufigkeit tiefer Venenthrombosen (TVT) in der Allgemeinbevölkerung - und damit auch die Gefahr von Komplikationen und Spätfolgen wie der Lungenembolie - steigt deutlich an, sobald variable Risikofaktoren, insbesondere bei hospitalisierten Patienten, vorliegen.
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Hemmung der Blutgerinnung

Eine medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung lässt sich im Bedarfsfall mit sogenannten Antikoagulanzien erreichen. Es gibt eine Vielzahl von Antikoagulanzien, die sich anhand ihrer verschiedenen Angriffspunkte im Gerinnungssystem unterscheiden lassen.
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Prophylaxe der venösen Thromboembolie

Zur Vorbeugung venöser Thromboembolien spielt neben allgemeinen Basismaßnahmen und der physikalischen Behandlung die medikamentöse Prophylaxe eine besondere Rolle.
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Therapie der venösen Thromboembolie

Die tiefe Bein- und Beckenvenenthrombose und die Lungenembolie sind die häufigsten und zugleich bedrohlichsten Manifestationen einer venösen Thrombose. Sie werden unter der Bezeichnung venöse Thromboembolie (VTE) zusammengefasst.
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Letzte Aktualisierung: 26.03.2020